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Transport behinderter Kinder im Auto
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Haase
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BeitragVerfasst am: 10.10.2004, 10:08    Titel: Transport behinderter Kinder im Auto Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin die Polizeibeamtin, die hier in den postings weiter oben zitiert wurde. Eine Anruferin hat mich gestern auf dieses Forum hingewiesen. Mit Kindersitzen kene ich mich seit fast 20 Jahren aus, habe Kontakte auch zu Herstellern, zu Krankenkassen, MDK, Kinderklinik etc. An dieser Stelle ein paar Dinge,die mir grundsätzlich wichtig sind:
Kinder sollten solane wie möglich entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Das bis möglichst 18 Monate. Kinder, die körperliche Einschränkungen haben, z. B. mit 2 Jahren noch nicht sitzen können, erst recht. Möglich ist dies mir vielen deutschen Sitzen gar nicht. Die norwegische Fa. HTS hat einen Sitz, der lange rückwärts fahren kann und eine verstellbare Liegeposition hat. Passt vorne (ohne Beifahrerairbag) ganz gut rein. Hinten oft schlecht, weil er sehr viel Platz braucht. Ich habe Kontakt zu der Deutschlandvertreterin dieser Firma. Rückwärtsfahren ist generell besser, weil es dann beim Crash nicht das gefährliche Kopfknicken in die Fahrtrichtung gibt. Das wäre z. B. auch besser für das Kind, was so schwer anzuschnallen ist wegen schmaler Schultern. Dann besser "in en Sitz gedrückt werden" beim Rückwärtsfahren. Wenn man einen Bulli hat, könnte man dieses Rückwärtsfahren auch auf einem Sitz hinkriegen, der sowieso rückwärtsgerichtet ist.
Recht gut sind auch Sitze mit Fangkörpern (So Tischchen vor dem Bauch). Sie halen den Oberkörper gut fest und könnten daher im Einzelfall auf für behinderte Kinder brauchbar sein. Es gibt die Tendenz, dass Krankenkassen die Speziallsitze kaum noch bezahlen. Diese Sitze sind zwar klasse, aber sehr schwer und daher kaum für einen Tausch zwischen mehreren Fahrzeugen brauchbar. Daher ist es manchmal ratsam, nach Alternativen zu gucken. Die Fa. Römer (www.britax-roemer.de) hat jetzt auf meine Anfrage erstmals erklärt, dass man z. B. einen Römer-Kid (15-36 kg, den mit der dreidimensionalen Kopfstützte) auch behindertengerecht zurüsten darf. Soll heißen: man darf nichts wesentlichen abbauen, dafür aber was dranbauen. Das könnte eine Fußstütze sein oder ein Höcker zur verhinderung des Durchrutschens oder sicher auch Zusatzgurte zur Fixierung des Oberkörpers. Machen müsste das dann ein Rehatechniker. Wer jetzt mit sowas Erarhung macht, sollte das Ergebnis hier im Forum vorstellen und auch dem Hersteller eine Rückmeldung geben, damit man dort als Reha-Ttechniker und als Eltern Beispiele abfragen kann, wer was wie nachgerüstet hat!
Hier hat schon mal eine Krankenkasse Leute zu mir geschickt mit der Frage, wie ich mir vorstelle, das das Kind anschnallbar ist.
Für größere Kinder könnte auch schon mal ein Römer Vario (15-25 kg) in Frage kommen. Kinder, die alleine ins Auto krabbeln könne, z. B. Sie sitzen dann normal auf der Autobank und bekommen so ein Tischchen vor den Bauch. Oft nichts für längere Fahrten. Wenn das Kind z. B. vorne überkippt, ist es aber anders als bei Sitzerhöhungen immer noch sicher angeschnallt und festgehalten und man muss es nicht so hoch heben.
Ich arbeite bei der Polizei in Gütersloh als Verkehrssicherheitsberaterin.
Ellen Haase
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Haase
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BeitragVerfasst am: 10.10.2004, 10:13    Titel: Nachtrag Antworten mit Zitat

Recht guten Halt könnten viele Kinder auch in dem handelsüblichen Sicartex Kiddy Life haben. Mitwachsender Sitz 9-36 kg. Hat einen Fangkörper. den benutzen so lange es geht. Sitz hat eine leichte Liegeposition machbar. Kind hat sehr viel Halt im Sitz. Der Sitz wird samt Kind nur mit 3-Punkt-Gurt befestigt, was völlig o.k. ist.
Ellen Haase
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Thomas
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BeitragVerfasst am: 03.01.2005, 10:28    Titel: Autositz Carrot Antworten mit Zitat

Hallo,

hier mal ein Foto von unserem Autositz "Carrot".
Die Zusatzpolster werden einfach per Klettverschluss an die notwendigen stellen geheftet. Die Rückenlehne lässt sich beliebig in der Neigung verstellen und die Sitzfläche durch Ansteckteile verlängern. Die Fußbank ist abnehmbar und kann gegen einen längere Liegefläche ausgetauscht werden.
Der Sitz kann durch einen untergelegten Keil auch in einen Liegeposition gebracht werden.

Schönen Gruß
Thomas


carrot.jpg



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Haase
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BeitragVerfasst am: 03.01.2005, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,
ihr hattet doch bei dem Sitz Stress mit der Krankenkasse. Was kostet denn der Sitz im Handel? Interessiert mich auch deshaslb, weil unser SPZ mich gebeten hat, Kindersitzempfehlungen in einem besonderen Fall zu geben, wo die KK auch nicht so recht viel Geld ausgeben will....
Liebe Grüße
Ellen
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Thomas
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BeitragVerfasst am: 03.01.2005, 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ellen,

wir haben für den Sitz 1.744,52 EUR bezahlt.
Unsere private Krankenversicherung hat aus Kulanz 50% davon übernommen.


Schönen Gruß
Thomas

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Sebastian H
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BeitragVerfasst am: 07.02.2005, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir haben gerade das Problem, dass wir einen neuen Sitz für unseren Sohn Sebastian (19 Monate, knapp 10 Kilo, u.a. Tetraparese) suchen. Bis vor Kurzem hatten wir ihn noch in einer Baby-Schale (0+) rückwärts transportiert.

Eigentlich war ich auch der Meinung, dass das noch bis zu der angegebenen Gewichtsgrenze möglich ist, aber er stieß mit seinen Beinen gegen die Rücksitzlehne und baute so Spannung in seinen Beinen auf. Oder aber er "saß" noch stärker mit O-Beinen da (damit hat er sowie so Probleme). Außerdem versucht er in die Senkrechte zu kommen Smile, natürlich aber mit pathologischen Mustern (Arme nach hinten ziehen, Kopf auf die Brust drücken) Sad .

Mich würde nun interesieren, ob die hier erwähnten Reboard-Systeme mehr Beinfreiheit gewähren und auch im Sitzen zu benutzen sind.

Bevor wir die Beiträge hier gelesen hatten, haben wir uns für den Kiddy plus interessiert. Fanden ihn ganz gut, aber beim Ausprobieren im Laden etwas sehr umständlich. Die Sitzerhöhung ist lose, der Fangkörper brauchte etliche Versuche und das gerade Hinsetzen eines hypotonen Kindes, das nicht selber Sitzen kann und am liebsten alles anbeißt, war sehr kompliziert. Also haben wir einen Autositz bei der KK beantragt - Ausgang unklar.

Würden uns über Rückmeldungen freuen

Anja + Dirk mit Stefanie (13 J., Turnen als Leistungssport) und Sebastian (19 Monate, ICP, BNS, Entwicklungsverzögerung, Verd. auf Opticusatrophie und Morbus Hirschsprung)
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Haase
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BeitragVerfasst am: 07.02.2005, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sebastian,
mit dem Kiddy mit Fangkörper hättet uhr auf jeden Fall was Sicheres. Und mit dem Fangkörper, das übt sich Man macht erst den Gurt ins Gurtschloss und zieht dann noch mal das untere Stück streamm, dann dann obere Gurtstück zurückfü+hren durch den Schlitz in dem Tisch. Etwas ungewohnt für manche, geht aber. Was habt ihr denn füein Auto? Und wieviele Personen müssen rein? Beifahrerairbag oder nicht? Einen HTS 9-18 kg-Sitz könnte ich empfehlen, aber nur, wenner reinpasst. Vorne ohne airbag geht sehr gut, hinten nur, wenn man den beifahrersitz ganz nach vorne schieben kann. Beinfreiheit entsteht dadurch, dass man den Sitz auf einer Schine schieben kann. Das braucht aber eben Platz und geht vorne deutlich besser als hinten. Der Sitz ist 3-fach-verstellbar in der Position, was aber auch vorhe erheblich einfacher ist als hinten. Ich habe Kontakt zu einer Herstellervertreterin. Schick mir eine PN, wenn du mehr wissen willst. Einen wieteren verstellbaren rückwärtsfahrbaren Kindersitz gibt es nicht.
Liebe Grüße
Ellen
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 10.02.2005, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben heute den Rehatechniker getroffen, um einige Hilfsmittel zu besprechen. Er hat uns den Römer Lord empfohlen. Ich habe ihn auf das Thema Rückwärts fahren angesprochen, aber er fand das gar nicht nötig. Er habe nie Probleme mit diesem Sitz gehabt.
Die Sozialarbeiterin, die die ANträge für uns schreibt, hat sich schon alles notiert.

Gibt es Erfahrungen zu diesem Sitz, die ich vorlegen könnte, wenn es nicht das richtige wäre? Ich hatte halt gar nichts an Argumenten, außer dass man doch Kinder, die keine Kopf- und Rumpfkontrolle haben, besser rückwärts transportieren sollte.

Linn ist fast 12 Monate alt, hat kaum Kopfkontrolle, gar keine Rumpfkontrolle, kann nicht sitzen. SIe ist klein und leicht (70 cm, 7,5 kg)

Wie macht man das, wenn man den empfohlenen Sitz nicht möchte?

LG
Nellie

_________________
Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
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Haase
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BeitragVerfasst am: 10.02.2005, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nellie,
dass der Rehatechniker damit kein Problem hat, glaube ich sofort. der baut ja nur einen Sitz ein und sieht Kind und Sitz dann nicht wieder. Und wenn er es sieht, dannim Ruhezustand. Solange nicxhts passiert, ist alles o.k. Solange nichts passiert, könnte ( nat+rlich theoretisch ) sein Kind auch auf dem Schoß transportieren. Die Entwicklung der Kindersitze ist zu recht vor Jahren dahin gekommen, dasws die rückwärtsgerichteten Babysitze jetzt bis 13 kg gehen. Davin ist euer Kind meilenweit entfernt. Ein Kind mit so kopflastiger Kopf-Körperrelation und ohne Kopf- und Rumpfkontrolle vorwärts anzuschnallen halte ich für absoluten Wahnsinn. Der Produktentwickler rückwärtsgerichteter Kindersitze würde sagen: Wenn man den genickbruch einkalkuliert, kann man das so machen " So ein Zitat eines Volvo-Entwicklers in einem Fernsehbeitrag über Kindersitze, und das schon inden 90er Jahren. Was habt ihr denn für ein Auto? Wo kann/muss das Kind sitzen? Vorne? Hinten? Beifahrerairbag? Dann sehen wir weiter, wie ich euch helfen kann. Ich würde auf jeden Fall unbedingt weiter den Babysitz benutzen. Dabei ist völlig egal, ob die Beine schon überstehen. Wirbelsäule, speziell Halswirbelsäule ist nun mal lebenswichtiger zu erhalten. Leider haben zu wenige Leute von solchen Dingen Ahnung - und bei Kindern, die ein bischen aus der Norm fallen, erst recht. Schon bei gesunden Kindern empfehlen wir ( als Polizei!), dass man bisd min. 18 Monate rückwärts fahren sollte - bei geschwächten Kindern lieber noch viel länger, so lange es eben geht.
Erwarte nicht, dass jede örtliche Polizei (leider) von solchen Spezialdingen Ahnung hat. Bei uns landet in Gütersloh so mancher Kindersitzanfrager per mail aus dem ganzen Bundesgebiet mit Spezialfragen, bei denen andere längst nicht mehr weiterwussten....
Ellen
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 10.02.2005, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ellen!
Danke für die schnelle Antwort!!

Es ist ein 3erGolf, mit ausschaltbarem Beifahrersitz-Airbag. Sitzen kann sie, wo es für den Sitz günstig ist. Lieber wäre uns hinten, weil dann einer von uns sich besser um sie kümmern kann, aber vorne wäre auch schon ok. Wir fahren eiegntlich nur zu dritt, also könnte der Beifahrersitz auch ganz weit nach vorne!

In die Babyschale (Maxicosi) passt sie noch gut rein! Der Kopf schaut noch nicht mal annähernd bald drüber hinaus, die Beine schon! Allerdings kriegt sie gleich Tonus in die Beine, wenn sie unten anstößt und streckt sich ziemlich.

Die Kopf-Körper-Relation ist bei ihr nicht so wie bei anderen Kindern, da ihr Kopf zu klein ist, nur 40 cm KU bei dieser Größe. Eigentlich sind die Relationen auch mehr erwachsener.. aber den Kopf halten kann sie ja trotzdem nicht richtig.

Wie könnten wir den Sitz bekommen? Geht das dann auch über die KK? Oder wie würde das laufen?

LG
Nellie

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Linn *2004, Intensivkind mit schwerster Mehrfachbehinderung durch eine Gehirnfehlbildung namens pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Sondenkind mit Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet, schwere Wahrnehmungsstörung und ein zauberhafter roter Lockenkopf mit festem Willen und Ann *06/09, fröhliche Minimaus
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